SILBERNES VEREINSJUBILÄUM UND ARIERPARAGRAPH

Das politische und sportliche Geschehen unseres Vereins sollte in den Jahren 1933/34 im Vordergrund stehen. Die Jubiläumsfestwoche zum 25-jährigen Bestehen unseres FV Homburgs war der einzige Lichtblick im Sommer 1933. Die politische Umwälzung mit der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler, und der einhergehenden Errichtung des nationalsozialistischen Terrorregimes im Deutschen Reich, machte trotz Völkerbundmandats vor Homburg und dem Saargebiet nicht halt. Einschneidende Veränderungen standen an – auch im Sportwesen. Das Führerprinzip und der Arierparagraph läuteten die „neue Zeit“ bei den Homburger Vereinen ein.

Trotz schwerer wirtschaftlicher Not entschloss sich die Vereinsführung das silberne Vereinsjubiläum mit einer Festwoche vom 29. Juli bis 6. August 1933 gebührend zu feiern. Aus finanziellen Gründen wurde auf die heute schmerzlich vermisste Vereinschronik verzichtet. Darin wären sicherlich auch die Bilder der Ausstellung „25 Jahre FV Homburg“ im Schaufenster des Möbelhauses Theobald (heute Sport Klees) zu finden gewesen. 25 Jahre FV Homburg waren gleichbedeutend mit 25 Jahren Fußball in Homburg und Umgebung.

Entsprechend bestritten die Kreisligavereine aus der Nachbarschaft – FV Beeden, VB Zweibrücken, SG Mittelbexbach, Viktoria Neunkirchen, Palatia Limbach und VfR Thaleischweiler - unter der Woche das sportliche Programm. Daneben maß sich der frischgebackene Meister VfR Erbach mit der FVH-Reserve (0:4). Sportliche Höhepunkte bildete das Kräftemessen am 30. Juli und 6. August des Fußballpioniers FVH gegen die in Bestbesetzung angetretenen Bezirksligisten Sportfreunde (4:5) und Saar 05 Saarbrücken (3:2). Eingeleitet wurde die Festwoche am Samstagnachmittag mit einem Leichtathletik-Werbeabend. Der süddeutsche Meister im Diskuswerfen Lampert aus Karlsruhe (früher TG Homburg) sowie bekannte Athleten aus Saarbrücken, Pirmasens und Illingen und vier Homburger Sportler waren am Start. Mit einer „Heldengedenkfeier“ wurde sonntags den im 1. Weltkrieg Gefallenen des Vereins gedacht. Am Abend fand im Saalbau unter Mitwirkung der Kapelle Schlemmer, des Humoristen Harry Cobler vom Südwestrundfunk sowie der Artistengruppe des Athletiksportvereins Heiligenwald das große Festbankett statt.

Der 1. Vorsitzende Wilhelm Geitlinger begrüßte die Anwesenden im restlos besetzten Saalbau. Unter ihnen weilten viele noch lebende Gründungsmitglieder von denen einige mittlerweile in aller Welt verstreut waren. Sie ließen es sich nicht nehmen am Geburtstag ihres Vereins teilzunehmen. Mit einem Loblied auf die neue Führung in Deutschland schloss der Vorsitzende seine Ansprache.

Nach dem Singen des Deutschlandlieds und mehreren Chören der Sängervereinigung hielt Gründungsmitglied Baumann die Festrede. Dem kurz zuvor verstorbenen Fritz Schäfer widmete er einen Nachruf, ehe er mit einem Rückblick auf die Vereinsgründung und einem Umriss der Vereinsgeschichte den Anwesenden Gelegenheit gab, in alten Erinnerungen zu schwelgen. Seine Rede klang mit einem Siegheil aus, dem das Horst-Wessel-Lied folgte.

Im Anschluss nahm der 1. Vorsitzende die Ehrung verdienter Mitglieder vor. Herr Reinhold Weber wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Jubiläumsnadel des Vereins erhielten die Mitglieder Reinhold Weber, Ludwig Leschhorn, Bernhard und Karl Friderich, Eugen Lohr, Friedrich Löw, Karl Baumann, Anton Menges, Otto Fürst, Franz Philipp, Karl Bäcker, Willi Herzog, Paul Niemer, Paul Vogelgesang, Nickel Maes, Karl Fischer, Ernst Schanding, Franz Bernhard, Willi Keil, Fritz Conrad, W. Holländer, Robert Frey, L. Bullacher, Ludwig Euler, Ludwig Hoffmann, Karl Remmers sen., Eduard Bieber, Jakob und Wilhelm Emrich, Eugen Willenbacher und W. von Freital. Ein Vertreter des Süddeutschen Fußballverbandes überreichte die Verbandsnadel an die Herren Reinhold Weber, Ludwig Leschhorn, Fritz Löw, Franz Bernhard, Willi Herzog, Richard Müller und Paul Niemer.

Zum Abschluss der Festwoche gaben die Gründerväter und die AH nochmals eine Kostprobe ihres Könnens. Zwar war das Spiel nicht mehr so fließend wie früher, aber verlernt hatten sie ihren Sport nicht. Mit einem Festball im Karlsberg-Saal klangen die Geburtstagsfeierlichkeiten aus. Im Verlauf des Abends zeichnete der Vorsitzende Geitlinger die Meistermannschaft von 1932 mit der Ehrennadel des FVH aus: Fred Brummer, End, Neuchel, Nunold, Volkmann, Spohrer, Klein, Zwing, Bernhardt, Schwab, Müller, Karl Emrich und Trainer Ludwig Hirsch. Ferner die Mitglieder Brünesholz, Karl Künstler, Richard Schanding, Ambos, Otto Feß, Hans Euler, Karl Konrad, Gottfried Kern, Fritz Engel, Otto Hardt, Jakob Geiger, Otto Guckelberger, Welsch, Josef Seiler, Hans Reinhardt, Johann Spies, Wilhelm Geitlinger sowie Richard Süßdorf, den Deutschen Meister im linksarmig Stoßen (187 Pfund).

Am gleichen Tag (6.8.1933) löste sich infolge der politischen Veränderungen auf dem außerordentlichen Verbandstag in Stuttgart der Süddeutsche Fußball- und Leichtathletik-Verband auf. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden die Sportverbände der nationalsozialistischen Ideologie untergeordnet und gleichgeschaltet.

Von Tschammer und Osten wurde am 28. April 1933 zum Reichssportkommissar und am 19. Juli 1933 zum Reichssportführer ernannt. Am 5. Mai 1933 löste sich der seit 1917 bestehende Deutsche Reichsausschuss für Leibesübungen (DRA) satzungswidrig selbst auf und wurde am 27. Juli 1934 durch den nach dem Führerprinzip geleiteten und in Fachausschüsse für die einzelnen Sportarten untergliederten Reichsbund für Leibesübungen (DRL) ersetzt. Dessen Leitung übernahm der auf dem Gebiet des Sports unerfahrene von Tschammer und Osten.

Am 1. Juni 1933 sprach der Kreisvorsitzende des Ostsaarkreises Schmalenberger über die Folgen der Gleichschaltung der Sportverbände für die Vereine. „Die Konzentration macht aber nicht bei den Verbänden halt, sondern wird auch eine gesunde und natürliche Zusammenlegung gleichartiger Vereine im Gefolge haben.“ Entscheidend für die Zahl der Vereine in einer Stadt sollte die Einwohnerzahl sein. In den Vereinen wurde das Führerprinzip eingeführt. Vorsitzende und Präsidentenämter gehörten der Vergangenheit an. Dem Vereinsführer, der der NSDAP angehören musste, war unbedingt zu gehorchen. Am 13. August 1933 machte der Sport-Club Union den Anfang bei den Fußballern. Die Versammlung ernannte den bisherigen Vorsitzenden Karl Günther zum Vereinsführer. Am 24. August 1933 sollte unser FV Homburg folgen, obwohl „dazu gar keine Veranlassung vorhanden war, da 80 Prozent seiner Vorstandschaft Mitglieder der NSDAP, und zwar Mitglieder aus der Gründungszeit der Ortsgruppe Homburg sind.“

In der Hauptversammlung in den unteren Räumen des Gasthauses Karlsberg „legte“ der bisherige Vorsitzende Wilhelm Geitlinger sein Amt nieder und schlug den langjährigen Schriftführer (seit 3.8.1929) Eugen „Euwi“ Willenbacher als Vereinsführer vor. Einstimmig wurde der Vorschlag angenommen und Willenbacher, der seit dem 26. Juli 1933 auch Vertreter des Stadtverbands für Leibesübungen im Stadtamt für Leibesübungen war, als neuer Vereinsführer bestätigt. Damit aber nicht genug der einschneidenden Veränderungen in unserem Verein.

Darüber ist jedoch in der gleichgeschalteten bürgerlichen Presse (Homburger Zeitung, Die Saarpfalz etc.) nichts zu finden. In der Volksstimme vom 12. September 1933 ist ein Artikel über die Gleichschaltung im FVH erschienen. Hier ein kleiner Auszug: „Der alte Vorsitzende, der weder Marxist noch Jude ist, musste gehen oder ist gegangen worden. Dieser Herr „Euwi“ hat in der JHV ein rassiges Bekenntnis zum „Führer“ abgelegt und dadurch bewiesen, dass er würdig ist, einen gleichgeschalteten Verein tatsächlich zu führen. Auch die vielen Juden, die Mitglieder des Vereins waren, sollen nichts mehr zu melden haben. Man hat ihnen sogar den Laufpass gegeben, um ihnen dadurch für ihre jahrelange kräftige finanzielle Hilfe den höflichsten Dank zu beweisen.“

Bis 1933 waren Juden ein selbstverständlicher Teil des deutschen Fußballs und des FV Homburg. Nachdem auf die reichsweiten Boykottaktionen des 1. April der Erlass des Gesetzes „zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ unmittelbar folgte, erachteten es einige der deutschen Turn- und Sportverbände für notwendig, einen „Arierparagraphen“ sofort auch in ihren Wirkungsbereich zu übernehmen und jüdische Mitglieder auszuschließen, teilweise bereits im April 1933, zu einem Zeitpunkt also, als die Führung des deutschen Sports - noch - vakant und von Tschammer nicht bereits als Reichssportkommissar eingesetzt worden war. Der Ausschluss jüdischer Sportler aus den deutschen Turn- und Sportvereinen war dabei eine Art vorauseilender Gehorsam, der von staatlicher oder offizieller Seite zu diesem Zeitpunkt in der Form so gar nicht verlangt worden war.

Bereits am 9. April 1933 betonten 14 Fußballvereine aus dem Süden und Südwesten der Republik in einer gemeinsamen Resolution („Stuttgarter Erklärung“), sich „der nationalen Regierung [...] freudig und entschieden“ zur Verfügung zu stellen und „insbesondere in der Frage der Entfernung der Juden aus den Sportvereinen“ mit den neuen Machthabern zusammenzuarbeiten. Der Kreis der unterzeichnenden Vereine liest sich wie das damalige „Who is who“ des südwestdeutschen Fußballs: Stuttgarter Kickers, Karlsruher FV, Phönix Karlsruhe, Union Böckingen, FSV Frankfurt, Eintracht Frankfurt, 1. FC Nürnberg, SpVgg Fürth, SV Waldhof Mannheim, Phönix Ludwigshafen, FC Bayern München, TSV 1860 München, 1. FC Kaiserslautern und FK Pirmasens.

Am 19. April 1933 veröffentlichten der DFB und die Deutsche Sportbehörde (der heutige Deutsche Leichtathletikverband) eine Mitteilung, dass „Angehörige der jüdischen Rasse […] in führenden Stellungen der Landesverbände und Vereine“ nicht mehr tragbar seien. Sie wurden dazu aufgefordert, entsprechende Maßnahmen zu veranlassen. Manche Vereine schlossen jüdische Mitglieder bereits im Frühjahr 1933 aus, andere wie der 1. FC Kaiserslautern boten ihnen zumindest bis 1936 eine sportliche Heimat.

Am 10. Juli 1933 wurden in Berlin neue Richtlinien für den Sport erlassen. Das Deutsche Reich wurde in 16 Gaue aufgeteilt. Das bisherige Süddeutsche Verbandsgebiet wurde in vier Gaue eingeteilt: Gau 13 Südhessen/Pfalz/Saar, Gau 14 Baden, Gau 15 Württemberg und Gau 16 Bayern. Damit verbunden war auch ein neues Spielsystem. Da man sich bei der Klasseneinteilung unterhalb der neuen Gauliga im Saargebiet nicht auf zwölf Vereine einigen konnte, entschloss man sich die Bezirksliga in zwei Gruppen mit acht Mannschaften spielen zu lassen. Unser FVH wurde der Bezirksliga Saar Gruppe Ost zugeteilt. Nach Rundenende mussten jeweils drei Vereine absteigen. Die beiden Meister ermittelten den Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur Gauliga. Am 17. September begann die neue Saison. Gleich viermal hintereinander musste unser FVH auswärts antreten. Lediglich ein Punkt konnte aus Elversberg (2:2) mitgebracht werden.

Ein denkbar schlechter Auftakt für die Blau-Weißen. In den zwei darauffolgenden Heimspielen gegen die beiden Topfavoriten Viktoria St. Ingbert (2:2) und Sportgesellschaft Mittelbexbach (0:2) war auch nicht viel zu holen. Im Nachholspiel bei Viktoria Neunkirchen gelang der erste Saisonsieg (1:5). Eine Woche später legte der FVH beim direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, der DJK Sulzbach, mit einem 0:3-Auswärtssieg nach.

Der Rückrundenbeginn verlief nicht gerade verheißungsvoll. Gegen Hansa Dudweiler musste unser FVH auf dem „Berg“ eine 1:2-Schlappe einstecken. Vier Spieltage vor Saisonende musste gegen den SV Güdingen unbedingt ein Heimsieg her, um den Klassenerhalt nicht frühzeitig zu verspielen. Doch frühzeitig gingen die Gäste mit 0:1 in Führung. Kurz vor der Pause erzielte Mittelstürmer Eigner aus dem Gedränge den wichtigen Ausgleichstreffer. In der zweiten Hälfte dominierten die Hausherren das Geschehen. Der im Sommer von der Union zum FVH gewechselte Eigner avancierte mit dem 2:1 zum gefeierten Mann auf dem Berg. Am zwölften Spieltag (17.12.) gelang unserem FVH zwar ein hoher 7:2-Sieg gegen Viktoria Neunkirchen, aber der Klassenerhalt war immer noch nicht in trockenen Tüchern. Knapp vier Wochen Hoffen und Bangen standen bevor. Der vorletzte Spieltag fand erst am 14. Januar 1934 statt. Mit einem 6:0 wurde die bereits als Absteiger feststehende DJK Sulzbach auf die Heimreise geschickt. Unser FVH konnte damit am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt feiern.

Ausgerecht zum Finale musste unser FVH auf der Bexbacher Heide bei der SG Mittelbexbach antreten. Die Sportgesellschaft hatte ihrerseits die Chance mit einem Sieg die Meisterschaft zu erringen. Die Heide erlebte einen Zuschauerandrang wie nie zuvor. Eigner schockte die Gastgeber mit dem 0:1, aber bereits nach 20 Minuten erzielte Didion den Ausgleich. Mit einem Flachschuss erzielte Stolz Mitte der zweiten Halbzeit den 2:1-Siegtreffer für die SG. Mittelbexbach feierte danach ausgelassen die Meisterschaft in der Bezirksliga Ost.

Zwei Wochen später fand im Ludwigspark vor einer mehrtausendköpfigen Menge das Entscheidungsspiel um die Bezirksligameisterschaft gegen Saar 05 Saarbrücken statt. Deutlich mit 6:0 (1:0) musste sich die Sportgesellschaft dem haushohen Favoriten geschlagen geben.

Zwischenzeitlich gab es in Homburg die ersten Vereinszusammenschlüsse. Am 6. Dezember 1933 einigten sich im Ratskeller die Ausschüsse von Turnverein und Turngesellschaft auf die Wiedervereinigung. Am Namen TV 1878 sollte nicht gerüttelt werden, sondern „durch den Zusatz 1910 der Zusammenschluss für alle Zeiten dokumentiert werden.“ Eine Woche später erfolgte im Turnerheim der Zusammenschluss zum Turnverein 1878/1910. Einstimmig wurde Hilarius Maurer zum Vereinsführer gewählt. Am 24.Februar 1934 schloss sich der Gesangsverein Harmonie als Sängerriege dem TVH an. Um den Bezirksligavereinen entsprechende Betätigung zu schaffen, trugen die Vereine der beiden Gruppen ohne den Meister Saar 05 eine einfache Pokalrunde aus. Allerdings waren diese Spiele sehr unpopulär und standen zeitweise vor dem Abbruch. Unangefochten gewann der FV Saarbrücken diese Bezirksklassenpokalrunde. Lediglich die spät in Fahrt gekommenen Vereine wie unser FVH trumpften in den Spielen groß auf.

An Ostern hieß es für unsere Vereine „heim ins Reich“. Diese Fahrten wurden im Hinblick auf die Saarabstimmung mit nationalen Kundgebungen im Reich zur Propaganda genutzt. Der Turnverein fuhr nach München, die Union ins Neckartal. Unser FVH begab sich mit einer 40-köpfigen Reisegruppe und einem vollen Terminplan auf den Weg in den Taunus. Am Karsamstag ging es per D-Zug nach Bad Homburg. Abends im Hotel „Stadt Kassel“ fand ein Kommers mit den lokalen Persönlichkeiten der NSDAP, der SpVgg 05 Bad Homburg sowie dem Oberbürgermeister des Kurortes, der selbst gebürtiger Saarländer war, statt. Am nächsten Morgen vollzog sich vor dem Kurhaus eine große Saarkundgebung. Danach gab es auch ein Fußballspiel, dass unser FVH mit 5:3 (5:1) gegen die SpVgg 05 gewann. Am gleichen Tag noch erfolgte die Weiterreise nach Obererlenbach, wo auch die obligatorische Kundgebung stattfand. Am Ostermontag stand noch ein Spiel gegen eine Kreisklassen-Auswahl an, dass sicher mit 4:2 gewonnen wurde. Kurz nach Mitternacht kehrte die Delegation wieder heim.

Mittlerweile wurde von Tschammer und Osten Mitglied des Deutschen Olympischen Ausschusses und übernahm die ideologische Vorbereitung der Olympischen Spiele von 1936 in Berlin. Bis in den kleinsten Winkel wurden Athleten gesucht, die das Deutsche Reich würdig vertreten sollten.

Auch unter den 12.049 Einwohnern von Homburg wurde der „unbekannte Sportsmann“ gesucht. Am 15. April 1934 veranstaltete unser FVH im Dienst der DSB auf der Rennbahn an der Kirrbergerstraße einen 10.000 Meter-Lauf. Elf Läufer fanden sich ein, davon kamen gerade mal fünf ins Ziel. Sieger wurde mit einer hervorragenden Zeit Schwitzgebel vom TVH.

Währenddessen quälte sich unser FVH mit den Pokalspielen, die bis zum 30. Juni andauerten. Willkommene Abwechslung bedeutete der Besuch des TSV 1860 München im Saargebiet. Am 2. und 3. Juni 1934 veranstaltete unser FVH zusammen mit dem Stadtverband für Leibesübungen ein großes Sportfest. Samstag fand im Saalbau ein Box-Abend mit der Wiesbadener Stadtstaffel und einer Saarstaffel statt. Am Sonntag traf eine Ostsaar-Auswahl, die hauptsächlich vom FVH gestellt wurde, auf den TSV 1860 München.

Leider standen die Veranstaltungen unter keinem guten Stern. Jeweils kurze Zeit vor Veranstaltungsbeginn gingen heftige Gewitterschauer über Homburg hernieder, die viele Zuschauer vom Besuch abhielten. Mit einer 2:4-Niederlage zog sich die Auswahl hervorragend aus der Affäre. Zwei Eigner-Tore besorgten den 2:2-Halbzeitstand. Bester Mann der Ostsaar-Auswahl war Mittelläufer Franz Klees vom FV Homburg. Trotz der 2.000 Zuschauer auf dem Schlossberg machten die Veranstalter einen großen finanziellen Verlust.

 

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Alle Spiele im Überblick

TABELLE

1. Homburg 14    45  42
2. Pirmasens 14    37  34
3. Wiesbach 13    27
4. Kaiserslautern 12    11  23
5. Engers 12    23
6. Trier 13    23
7. Diefflen 14    21
8. Jägersburg 13    18
9. Koblenz 13    -1  17
10. Morlautern 13    -6  16
11. Idar-Oberstein 12    -2  14
12. Karbach 13    -9  14
13. Pfeddersheim 12    -6  12
14. Gonsenheim 12    -11  11
15. Saar 05 13    -12  11
16. Eppelborn 14    -19  11
17. Mechtersheim 12    -21  10
18. Dudenhofen 13    -14  7
19. Salmrohr 12    -15  7
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