SPORTLICHE VIELFALT UND AUFSTIEGSTRÄUME

Wir blicken nun auf das Geschehen der Spielzeiten 1930/31 bis 1932/33 und die fußballerische Vielfalt in unserer Stadt zurück. Der erstmalige Versuch in die höchste Spielklasse aufzusteigen ist der bemerkenswerte Höhepunkt unseres FVH in dieser Zeitspanne, die stark von der wirtschaftlichen Not und zunehmend von den politischen Extremen bestimmt wurden.

Bevor am 31. August 1930 die Meisterschaftsspiele in der Kreisliga Blies-Pfalzkreis begannen, bewegten andere Themen den deutschen und saarländischen Fußball. Im Juli 1930 fand in Uruguay die allererste Fußball-Weltmeisterschaft statt, an der auch Profispieler teilnehmen durften. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) blieb fern, weil er eisern für den Amateurgedanken eintrat. Seit Ende des Ersten Weltkriegs waren Forderungen erhoben worden, Berufsfußball auch in Deutschland zuzulassen. Der DFB und die Regionalverbände lehnten dies im Gegensatz zu den Spitzenvereinen aber ab. Die Debatte zwischen den beiden Parteien eskalierte, als der Westdeutsche Spielverband am 27. August 1930 mit der Ligamannschaft des FC Schalke 04 eine der beliebtesten Fußballmannschaften Deutschlands geschlossen zu Berufsspielern erklärte und für ein Jahr sperrte.

Von Spesen, geschweige denn einer Bezahlung wie in anderen Vereinen der Umgebung, war unser FVH weit entfernt. Trotz spielerischer Erfolge in den Jahren 1929, 1930 und der zunehmenden Zuschauerzahl gab es kaum steigende Einnahmen. Es war zur Gewohnheit geworden im nahen Wald oder in der Menge zu verschwinden, bis die Kassierer verschwunden waren. Am 21. Juli 1930 trat die Einigung zwischen DFB, der Deutschen Turnerschaft (DT) und der Deutschen Sportbehörde für Athletik (DSB) in Kraft. Die Fußballabteilungen der Turnvereine konnten am Spielbetrieb des DFB teilnehmen ohne Mitglied des DFB zu sein. Die DT verzichtete auf die Austragung einer eigenen Fußballmeisterschaft. Damit gab es neben der DFB-Meisterschaft nur noch die Fußballmeisterschaften des Arbeiter-Turn- und Sportbundes (ATSB) und der Deutschen Jugendkraft (DJK). Der TV Mittelbexbach war der erste Vertreter des Saar-Pfalz-Turngaues, der in der B-Klasse Saarpfalzgau Gruppe 2 am Spielbetrieb teilnahm. Zwei Jahre später folgte die im Herbst 1931 wieder gegründete Fußballabteilung der Turngesellschaft 1911 Homburg.

Gleich zwei Fälle beeinflussten den Spielbetrieb der Kreisliga Blies-Pfalz. Die SpVgg Elversberg stieg nach dem Nachweis der Manipulation der Entscheidungsspiele um den Klassenerhalt gegen Viktoria Neunkirchen nachträglich ab. Im Vorfeld der Entscheidungsspiele wurde von der Behörde intern festgelegt, dass beide Teams nach zweimaligem unentschiedenem Spielausgang in der Kreisliga verbleiben könnten. Auf Anraten von Behördenmitgliedern einigten sich beide Vereine daraufhin. Das erste Spiel endete 4:4. Im zweiten Spiel kam die Sportvereinigung auf andere Gedanken und siegte mit 6:1. Viktoria Neunkirchen machte daraufhin seinem Ärger Luft und brachte so die Absprache ans Licht.

Vom zweiten Fall war unser FVH direkt betroffen, denn am ersten Spieltag trafen die Blau-Weißen auf dem Schloßberg auf Neuling Eintracht Neunkirchen. Die Freude über den 4:0-Sieg hielt nur fünf Wochen. Die SpVgg Eintracht Neunkirchen wurde Anfang Oktober 1930 in die A-Klasse Bliesgau zurückversetzt. Anstelle von Neunkirchen stieg die SG 1911 Mittelbexbach nachträglich auf.

Nach einem unglücklich verlaufenen Saisonstart mit zwei Unentschieden und einer knappen Niederlage beim Vorjahresmeister Viktoria St. Ingbert (3:2) kam unser FVH in Fahrt und belegte am Ende den vierten Platz. Nur ein Punkt hinter dem Tabellenzweiten und vier Punkte hinter Meister VB Zweibrücken. Negativer Höhepunkt war das Rückspiel am 18. Januar 1931 in Zweibrücken (2:1) bei dem sich das Publikum und allen voran der 1. Vorsitzende sehr übel benahm. Sogar mit Steinen wurden die Spieler unseres FVH beworfen.

Ebenfalls den vierten Platz erreichte die 2. Mannschaft. Auch die 3. Mannschaft und die zwei Jugendmannschaften spielten ganz passabel. Die Jugendspiele litten allerdings unter dem Spielverbot der Oberrealschüler, denen aufgrund einer bayrischen Verordnung von 1920 nur eine Stunde Fußballspielen erlaubt war. Anderweitige preußische Verordnungen wurden von der Schulleitung nicht anerkannt.

Um die Einnahmesituation zu verbessern, beschloss die Mitgliederversammlung am 24. Februar 1931 die Errichtung einer Umzäunung um das Vereinsgelände. Der Einspruch der Stadt bei der Regierungs- Kommission wurde Ende März 1931 zurückgewiesen. Auch ein Prozess mit dem Angrenzer Baus jr wurde zugunsten des Vereins entschieden. Im Mai war die 2,20 m hohe Betonumzäunung von der Baufirma Heinrich Bachmann fertiggestellt, die mit 40.000 Franken (~ 23.000 €) zu Buche schlug. Eine merkliche Erhöhung der Zuschauereinnahmen war die Folge.

Die allgemeine Katastrophenstimmung veränderte zunehmend die politischen Rahmenbedingungen im Reich und im Saargebiet. Die politischen Gegner von rechts und links profitierten von der allgemeinen Missstimmung gegen die Weimarer Republik und ihrer Wirtschaftsordnung. Zwischen September 1929 und Anfang 1933 stieg die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland von 1,3 auf über sechs Millionen. Das Realeinkommen sank um ein Drittel, Armut und Kriminalität nahmen sprunghaft zu.

Die politische Spaltung zwischen Sozialdemokratie und Kommunisten brachte auch in der deutschen Arbeitersportbewegung eine Trennung: die Kommunisten wurden aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund (ATSB) ausgeschlossen. Die ausgeschlossenen KPD-Anhänger gründeten die Interessengemeinschaft zur Wiederherstellung der Einheit im Arbeitersport (1929). Die IG Arbeitersport wurde 1930 umbenannt in Kampfgemeinschaft für rote Sporteinheit („Rotsport“). Rund 100.800 Mitglieder (Stand: Juni 1931) organisierten sich in 2.332 Vereinen.

Einer dieser Vereine waren die Roten Sportfreunde Homburg, die sich 1931 gründeten. Sie spielten auf dem Städtischen Sportplatz an der Kirrberger Straße, wenn dieser nicht von der Turngesellschaft oder dem Freien Turn- und Sportverein belegt war. Bereits im April 1931 schloss sich der Arbeiterfußballverein Homburg wieder dem Freien Turn- und Sportverein e. V. Homburg an. Die DJK Homburg hatte ihre Spielstätte seit Mitte der 1920er Jahre im Bereich Eckertsweg/ Käshofer Straße. Quasi als Nachmieter des Sportclub Union, der seinen Sportplatz am Eigenheim errichtete. Beherrschendes Thema unter den Fußballern war im Sommer 1931 mal wieder eine Neueinteilung der Kreise und Spielklassen. Auf dem Süddeutschen Verbandstag in Stuttgart wurde ein neues Spielsystem beschlossen. Die Bezirksligen als höchste Spielklassen in Süddeutschland wurden auf zehn Vereine aufgestockt. Nach mehrmaligen Beratungen wurden am 2. Juli 1931 die bisherigen Kreise Blies-Pfalz, Mittelsaar und Mosel-Saar neu geordnet und in die vier Kreise Ost-, Mittel- und Westsaar sowie Mosel unterteilt. Die Vorgaben des Verbandes führten zu starken Protesten der betroffenen Vereine.

Die Kreisliga Ostsaar bestand aus lediglich acht Vereinen, während an der Mittelsaar 13 Mannschaften an den Start gingen. Abgesehen von der allgemeinen wirtschaftlichen Not stellte sich mangels zugkräftigen Gegnern ein Ausfall der Wettspieleinnahmen bei den Ostsaarkreisligisten ein. Statt die Kreisliga aufzustocken, spielte die A-Klasse im Saarpfalzkreis in zwei Gruppen mit 15 bzw. 14 Mannschaften. Bevor die Fußballer am 9. August 1931 wieder mit ihren Pflichtspielen begannen, hatten die Arbeitersportler ihren großen Auftritt. In Wien nahmen 25.000 Sportler vom 19. – 26. Juli 1931 an der 2. Arbeiterolympiade teil. Unter ihnen auch 17 Homburger Sportler vom Freien Sportkartell. In den Prognosen zur neuen Saison war der Vizemeister SG Mittelbexbach der große Titelfavorit, der Spvgg Elversberg wurden Außenseiterchancen eingeräumt. Ansonsten kam niemand in Frage, denn der FV Homburg besaß nach Einschätzung der Experten nicht mehr die Leistungsfähigkeit früherer Tage. Aber es sollte anders kommen.

Zum Auftakt gewannen die Blau-Weißen überraschend, aber verdient, mit 3:1 in Elversberg. Nach einem ungefährdeten 4:0-Sieg gegen den FC St. Wendel auf dem frisch renovierten Sportplatz „Schloßberg“, musste unser FVH bei der heimstarken Ingobertia antreten. Ein überragender Volkmann im Kasten und zwei Zwing-Tore bescherten den hart erkämpfenden 2:1-Sieg. Gegen Aufsteiger FV Beeden sorgten Emrich und Nunold mit ihren Toren beim 2:0-Sieg für die alleinige Tabellenführung. Diese hatte aber nur kurze Zeit Bestand, denn beim Angstgegner Viktoria St. Ingbert (3:2) musste unser FVH trotz einer 2:0-Führung beide Punkte abgeben. Im Verfolgerduell Zweiter gegen Dritter behielt unser FVH gegen die SG Mittelbexbach am Ende mit 3:1 die Oberhand.

Das Vorrundenfinale fand am 20. September 1931 beim noch ungeschlagenen Tabellenführer und Vorjahresmeister VB Zweibrücken statt. Dieses sollte ein schmähliches Ende finden. Tätlichkeiten und Platzverweise überschatteten das Spiel, zu dem der angesetzte Schiedsrichter nicht erschien. Höhepunkt war der Spielabbruch durch den FVH kurz vor Spielende beim Stande von 2:1 (1:1) für den Tabellenführer. Deutliche Worte in der Homburger Zeitung für das unwürdige Auftreten: „Nicht dem Können des Gegners, nicht der mangelhaften Spielleitung, sondern einzig und allein der eigenen geistigen Minderwertigkeit hat der FV Homburg diesen Zusammenbruch zu verdanken.“ Die Partie wurde vom Verband mit 2:1 für die VBZ gewertet. Zwei Wochen später empfing unser FVH zum Rückrundenauftakt die Spvgg Elversberg auf dem Schloßberg. Mehr als ein 1:1 sprang gegen die beherzt kämpfenden Gäste nicht heraus. Die SVE sorgte eine Woche später für strahlende Gesichter beim FVH. Denn Tabellenführer Zweibrücken unterlag an der Kaiserlinde mit 2:1, während unser FVH mit einem 1:0-Sieg in St. Wendel den Abstand auf einen Punkt verkürzte. Am drittletzten Spieltag musste unser FVH auf die Heide zur SG Mittelbexbach. Mit einem glücklichen 2:1 (1:0) kletterte unser FVH auf den Platz an der Sonne, den die VBZ kam bei der Ingobertia mit 6:2 unter die Räder. Die Kraftpost hatte zum Gastspiel beim FV Beeden extra einen Pendelverkehr zu diesem Spiel eingerichtet. Die zahlreichen Zuschauer sahen ein lebhaftes und verbissenes Spiel, in dem der Tabellenführer mit 5:3 das bessere Ende für sich hatte.

Am vorletzten Spieltag spielte die Spitzengruppe gegeneinander. Unser FVH musste gegen Verfolger Viktoria St. Ingbert eigentlich gewinnen, um sich den Traum von der Meisterschaft zu erfüllen. Die Gäste hatten zwar drei Punkte Rückstand, aber auch zwei Spiele weniger ausgetragen. Mit einem schmeichelhaften Remis verließen die Gäste den Schloßberg. Eine klägliche Chancenverwertung verhinderte den möglichen Sieg. Glück im Unglück hatte unser FVH, dass Klein in der 85. Minute die Gästeführung egalisieren konnte. Lachender Dritter war die VB Zweibrücken, die wieder an die Spitze sprang.

Am 22. November 1931 stieg das große Finale auf dem Schloßberg gegen die VBZ. So viele wie noch nie wollten beim entscheidenden Lokalderby dabei sein. 2.800 Zuschauer umsäumten den Platz, um Zeuge eines der besten Spiele dieser Saison zu werden. Mit Eifer und Hingabe spielte sich unser FVH viele Möglichkeiten heraus, die vom überragenden Gästeschlussmann Schaumburger vereitelt wurden. Aber 20 Minuten vor Schluss war auch er machtlos, als Emrich einen zu schwach abgewehrten Ball aufnahm, und platziert zum Tor des Tages einschoss. Da zeitgleich Viktoria St. Ingbert zuhause gegen Mittelbexbach verlor, errang unser FVH mit diesem Sieg die Ostsaar-Kreismeisterschaft.

Bevor die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga begannen, fanden am 13. März die letzten Wahlen vor der Saarabstimmung zum 4. Landesrat statt. Die Wahlen bestätigten auch im Saargebiet das Aufkommen der extremen Kräfte. Die Wahlbeteiligung lag im Kreis Homburg bei 80 Prozent (54,1% 1928). In der Stadt Homburg selbst wählten von 5874 Wahlberechtigten 4850, das waren rund 83 Prozent. Von den zwölf angetretenen Parteien schafften sechs den Sprung in den Landesrat. Er hatte 30 Sitze, von denen 14 (14) auf die Zentrumspartei entfielen, acht (5) auf die Kommunistische Partei Deutschlands, drei (5) auf die Sozialdemokratische Partei, je zwei auf die Deutsch-Saarländische Volkspartei (3) und die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (0) sowie einer auf die Wirtschaftspartei (1). Die NSDAP erhielt im Stadtgebiet Homburg mit 1427 (0, 1928) Stimmen bei der ersten Wahlbeteiligung die meisten Wählerstimmen. Auch die Kommunisten konnten mit 553 (118) Stimmen deutlich zulegen.

Obwohl noch nicht alle Kreismeister der Gruppe Saar feststanden, begannen am 20. März 1932 die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga. Trotz nervösen Spiels wurde der Pfalzmeister FC Pfalz Pirmasens mit 3:1 bezwungen. Zwei Busse mit Mannschaft und Fans fuhren zum Nahemeister SC Algenrodt bei Idar-Oberstein. Doch bereits dort musste der FVH feststellen, dass er mit dem Aufstieg wohl nichts zu tun haben würde. Die Niederlage fiel mit 4:2 noch glimpflich aus. Schlimmer kam es beim Moselmeister Eintracht 06 in Trier. Mit 8:0 (3:0) wurden die Blau-Weißen demontiert. In einem schwachen Spiel konnte unser FVH den Mittelsaarmeister Spvgg Quierschied mit 2:1 (0:1) schlagen. Neuchel und Klein drehten mit ihren beiden Treffern das Spiel zugunsten der Platzherren. Immerhin noch ein kleines Fünkchen Hoffnung für den FVH. Diese wurde aber beim Westsaarmeister SV Völklingen endgültig erstickt. Auch der sichere Rückhalt Volkmann im Homburger Tor konnte die 3:1- Niederlage nicht verhindern.

Drei Punkte Rückstand zur Halbzeit der Aufstiegsspiele auf den zweiten Platz ließen die Hoffnungen auf ein Minimum sinken. Gegen Eintracht Trier zeigte unser FVH eine stark verbesserte Leistung, aber dennoch unterlag man dem Tabellenführer auf dem Schloßberg mit 1:3. Ein 0:2 bei Pfalz Pirmasens bedeutet das endgültige Aus im Aufstiegsrennen. Im Heimspiel gegen den SC Algenrodt wurde die Mannschaft verändert. Trotz des Einsatzes mehrerer Nachwuchsspieler konnte unser FVH mit 3:1 nochmals einen Sieg einfahren. Die Nachwuchsleute bewährten sich auch im letzten Heimspiel gegen den Tabellenzweiten. Der SV Völklingen kam nur durch einen Elfmeter zum siegbringenden 1:0. Zum Abschluss der Aufstiegsspiele fiel unser FVH nach der 1:3-Pleite in Quierschied vom vierten auf den letzten Tabellenplatz zurück. Auch wenn der Aufstieg zur Bezirksliga nicht gelang, war es in spielerischer wie auch finanzieller Hinsicht ein gutes Jahr. Neben der Meisterschaft gelang auch der Abbau der Schulden von 62.600 Franken auf 49.000 Franken (~28.600 €). Grund zum Feiern gab es in Homburg dennoch. Am 27. Mai 1932 stand der Homburger Heimattag im Zeichen von 100 Jahren Hambacher Fest, dessen Mitinitiatoren Johann Georg August Wirth und Philipp Jakob Siebenpfeiffer seinerzeit in Homburg wirkten.

Im Sommer 1932 wuchs auch die Zahl der Sportplätze an. Die Roten Sportfreunde eröffneten am 12. Juni 1932 ihren neuen Platz an der Kaiser-Friedrich-Straße. Das Freie Sportkartell und der Freie Turn- und Sportverein Homburg errichteten unterhalb des Union-Platzes (heute Tennisplätze) eine weitläufige Sportanlage mit Laufbahn und großem Spielfeld. Die Vorarbeiten dazu begannen bereits im August 1930 und wurden von den Mitgliedern in Eigenleistung vollbracht. Am 9. und 10. Juli 1932 wurde das Stadion anlässlich des 11. Bezirks-Turn- und Sportfest des 6. Bezirk im 10. Kreis des Arbeiter-Turn- und Sportbundes und des 20. Geburtstags des FTSV eröffnet.

Einen Wechsel gab es am 2. Juli 1932 an der Vereinsspitze unseres FVH. Aus gesundheitlichen Gründen verzichtete der 1. Vorsitzende Reinhold Weber trotz einstimmiger Wiederwahl auf eine weitere Amtszeit. Sein Nachfolger wurde Wilhelm Geitlinger, der während seiner Aktivenzeit im Tor des FVH spielte. Ein kleines Kuriosum am Rande. Bei den Olympischen Spielen im August 1932 in Los Angeles gewann ein Pfälzer eine Goldmedaille. Der Wahl-Münchner und gebürtige Kuseler Paul Bauer gewann den Literaturpreis für sein Buch „Am Kangehenzongha“.

Am 14. August 1932 fiel der Startschuss für die neue Saison. Die Kreisliga Ostsaar nahm mit zwölf Vereinen ihren Spielbetrieb wieder auf. Neben den beiden A-Klasse-Meistern Palatia Limbach und Viktoria Neunkirchen gehörten auch die beiden Tabellenzweiten SV Langermann Niederauerbach und der SV Wellesweiler dazu. Nach einem Beschluss des Verbandsvorstandes durften allerdings nur zwei Vereine aufsteigen. Obwohl der Kreisverband rechtzeitig Bescheid wusste, waren bereits zwei Spieltage absolviert. Niederauerbach und Wellesweiler mussten wieder in der A-Klasse antreten, die Spiele wurden annulliert.

Unser FVH kam zum Saisonbeginn nicht über ein 3:3 gegen Elversberg hinaus und befand sich im Umbruch. Nach fünf Spieltagen und einer 2:0-Niederlage in Beeden stand die Mannschaft am Tabellenende. Nach der Vorrunde sah es nicht viel besser aus. Punktgleich mit Ingobertia St. Ingbert stand unser FVH auf dem vorletzten Platz vor dem FC St. Wendel. Mit einer 1:2-Heimniederlage gegen Ingobertia ging es auch in die Rückrunde. Positivere Nachrichten gab es drei Tage später. Am 9. November 1932 stimmte die außerordentliche Mitgliederversammlung dem Aufnahmegesuch des Athletiksportverein 1931 Homburg- Saar in den Fußballverein als Abteilung einstimmig zu. Der am 1. Juni 1931 gegründete ASV brachte eine erfolgreiche Box- und Gewichthebeabteilung in die Verbindung ein.

Während unser FVH bei der SG Mittelbexbach beim 1:1 einen Punkt erkämpfte, fanden am 13. November 1932 die Bezirks- und Stadtratswahlen statt. Im Homburger Stadtrat stellten die im März 1930 gegründete Ortsgruppe der NSDAP mit zehn von 30 Sitzen die stärkste Fraktion.

Unser FVH kam langsam auf die Beine. Nach dem 3:3 in Elversberg gelang mit dem 3:0 gegen St. Wendel seit Wochen wieder ein Sieg. Auch gegen den FV Beeden gelang mit 2:0 die Revanche. Auch beim Tabellenzweiten hielt die Serie. Mit einem 1:1 kam unser FVH vom Hornbachstaden in Zweibrücken zurück. Mit einem 2:1-Sieg gegen die Limbacher Palatia gelang ein guter Start ins Jahr 1933. Deutlich geschlagen schlich auch der schon feststehende Meister Viktoria St. Ingbert (4:0) vom Schloßberg. Wegen des schweren Explosionsunglücks in Neunkirchen am 10. Februar 1933 fiel das Nachholspiel bei Viktoria aus. Aber nicht nur das Spiel fiel aus, sondern auch die Gasversorgung der Städte Homburg und St. Ingbert. Eine Woche später gab es beim 2:3 in Neunkirchen zum Abschluss die erste Rückrundenniederlage für den FVH. Damit landete unser FVH auf einem versöhnlichen Mittelfeldplatz.

 

 

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Alle Spiele im Überblick

TABELLE

1. Mannheim 29    25  65
2. Elversberg 29    28  59
3. Steinbach 28    21  54
4. Saarbrücken 28    11  51
5. Hoffenheim II 29    26  46
6. Ulm 28    42
7. Koblenz 28    42
8. Kassel 27    41
9. Worms 28    38
10. Walldorf 28    -11  36
11. Stuttgart II 28    -6  35
12. Homburg 28    -10  34
13. Pirmasens 29    -17  33
14. Offenbach 28    30
15. Stuttgarter Kickers 29    -7  29
16. Watzenborn-Steinberg 28    -18  29
17. Kaiserslautern II 28    -7  28
18. Trier 29    -8  26
19. Nöttingen 29    -41  19

Hinweise

* Aufgrund des Insolvenzantrages ist der OFC zur Saison 2016/17 mit einem Abzug von neun Punkten bestraft worden (in der Tabelle bereits eingerechnet).

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