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FCH freut sich über parteiübergreifende Unterstützung

„Die Grundsubstanz des Stadions ist okay“, sagt Architekt Roland Damm – und kann wohl im Bestand und in Etappen ertüchtigt werden. Dafür will sich auch der Homburger Stadtrat parteiübergreifend einsetzen.

Die gute Nachricht zuerst: Die Grundsubstanz des Homburger Waldstadions ist in Ordnung und kann voraussichtlich, so Architekt Roland Damm, „wenn auch mit Aufwand, ertüchtigt werden“. Dies gehe, so Damm, aus dem Teil-Gutachten hervor, das die Stadt Homburg beauftragt hat und welches ihr bereits vorliegt. Die weniger gute Nachricht: Die Prognose Damms bezüglich des Hauptgutachtens, das eine technische Bestandsaufnahme vorsieht, ist nicht wirklich prickelnd: Die Stadt arbeitet derzeit an der Neuplanung der komplett maroden Heizungsanlage. Und auch der Handlungsbedarf bei der Elektrik ist nach Angaben von Damm groß. Dies ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde, zu der der FC 08 Homburg nach seinem letzten Heimspiel unter anderem alle im Stadtrat vertretenen Parteien eingeladen hatte und der – bis auf die AfD – alle ins Waldstadion gefolgt sind.

Planungssicherheit durch Gutachten

Dabei hatte Herbert Eder, 1. Vorsitzender des FC Homburg, gleich zu Beginn der Gesprächsrunde betont, dass es sich – auch so kurz vor der Wahl am kommenden Wochenende – nicht um eine Wahlkampfveranstaltung handele. Der kurzfristig angesetzte Termin sei allein der Dringlichkeit geschuldet. Denn um die vielen offenen Fragen des DFB zum Stadion verlässlich beantworten zu können, sei ein Instandsetzungs-Konzept unabdingbar. Grundlage hierfür ist aber wiederum ein umfassendes Gutachten, welches die Stadt erteilen muss. Dabei betonte Herbert Eder, niemanden angreifen zu wollen. Vielmehr hob er die Bedeutung des Gutachtens hervor, um Planungssicherheit zu haben, für den Verein sowie seine Förderer und Sponsoren.

Schließlich geht es dem FC Homburg darum, einerseits herauszufinden, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Waldstadion für den FCH und die anderen Vereine weiter nutzbar zu machen. Im Hinblick auf das Gutachten sowie unter Berücksichtigung der Versammlungsstättenverordnung des Saarlandes und aufgrund der sportlich erfolgreichen Saison auch hinsichtlich der Vorgaben des DFB. Andererseits hat der Club das Anliegen, „jetzt schon eine funktionierende und somit sichere Infrastruktur zu haben, um das Stadion betreiben zu können“, sagte FCH-Geschäftsführer Rafael Kowollik. So sollten in diesem Sommer nach Absprache mit der Stadt provisorisch Container installiert werden, etwa für einen Presse- und einen Athletikraum.

Kein Luxus, sondern Standards

Kurz- bis mittelfristig wünscht sich der Verein auch die Lösung der schwierigsten Probleme in seiner vertrauten Spielstätte. Zumal es sich bei einem großen Teil der angesprochenen Maßnahmen laut Kowollik „nicht um Luxuswünsche handelt. Unsere Fans gehen im Block auf Dixie-Klos“, sagte er. Demnach gehe es vielmehr um Standards, die für einen reibungslosen Spielbetrieb Voraussetzung sind: Etwa funktionierendes Flutlicht auf dem Jahnplatz, eine sichere Stromversorgung sowie vernünftige Sanitäranlagen. Ganz abgesehen vom grundsätzlichen Raumbedarf für die Spieler, Schiedsrichter, Pressevertreter, der Notwendigkeit eines Sanitätsraums und funktionierenden Toilettenanlagen – auch bei Minustemperaturen.

Standards, die in naher Zukunft zumindest teilweise umgesetzt werden könnten. Denn unter der Voraussetzung, dass die Stadt Homburg einen Eigenanteil von 250.000 Euro leiste, hat der Saarländische Innenminister Klaus Bouillon der Kreisstadt zur Ertüchtigung des Waldstadions einen Zuschuss in Höhe von einer Million Euro zugesichert. „Diese Gelder stehen bereit und sind auch abrufbar“, erklärte Astrid Bonaventura (SPD). Die Beigeordnete für Sport wies darauf hin, dass auch die Stadt natürlich an der Ertüchtigung ihres Stadions interessiert sei und das Vor-Gutachten derzeit bearbeitet werde. Es werde aber noch abgewogen, was zuerst gemacht werden muss.

Eine Win-win-Situation

Dass Handlungsbedarf besteht, ist spätestens seit dem Ausfall der Live-Übertragung des Saarländischen Pokalfinales im Waldstadion vor zwei Jahren kein Geheimnis mehr. Umso erfreulicher nun das Ergebnis des ersten Teil-Gutachtens und - aus Sicht des FC Homburg – vor allem die Erkenntnis, dass unter den Stadtratsmitgliedern und Landrat Dr. Theophil Gallo (SPD) Konsens herrscht bezüglich des Handlungsbedarfs und dem Willen, die Sache gemeinsam und parteiübergreifend anzupacken. Überzeugt hat wohl auch Architekt Roland Damm mit einem Konzept, das eine Instandsetzung „in Etappen“ vorsieht. Damit man nicht in ein paar Jahren wieder von vorne anfangen muss, sondern die Maßnahmen relativ einfach umbauen und weiterverwenden könne, sagt Damm. Demnach gehe es jetzt darum, jetzt die Chance zu nutzen und das Gebäude zu analysieren und Konzepte für die Zukunft zu gestalten. Im Sinne der Stadt und ihrer Vereine.

Eine Win-win-Situation. Denn allein die Tatsache, dass es sich beim Waldstadion um eine städtische Immobilie handelt, rechtfertigt bereits die Ertüchtigung. Dies würde gleichzeitig die Arbeit des FC Homburg, als größten Nutzer des Stadions, gewährleisten. Zumal der Club neben einem nicht zu unterschätzenden wirtschaftlichen Beitrag (der Verein zahlt mittlerweile Steuern im 7-stelligen Bereich) auch einen erheblichen sozialen und gesellschaftlichen Beitrag leistet. Von den unterschiedlichen Aktionen zu Gunsten sozialer Einrichtungen in der Stadt wie etwa dem Ronald McDonald Haus oder der Villa Kunterbunt über die Arbeit mit derzeit etwa 280 Jugendlichen im Verein, den Kooperationen mit anderen Vereinen in der Umgebung, die Sport-AGs der Spieler an verschiedenen Schulen im Stadtgebiet bis hin zu den vielfältigen Inklusions- und Bildungsprojekten wie etwa dem Nachhilfeangebot für die Jugendspieler. „Die ehrenamtlich geleistete Arbeit des Vereins beträgt jährlich etwa 55.000 Stunden, auch im Vorstand“, sagt Herbert Eder. „Ich mache das seit 20 Jahren, nicht nur für den FCH, sondern auch für mein gesellschaftliches und soziales Umfeld.“


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5. Alzenau 5    10
6. Elversberg 4    8
7. Mainz II 5    8
8. Aalen 4    6
9. Frankfurt 5    -2  6
10. Hoffenheim II 4    -2  6
11. Freiburg II 5    -2  5
12. Homburg 3    4
13. Bahlingen 4    4
14. Gießen 5    -8  4
15. Ulm 4    -2  3
16. Koblenz 4    -7  1
17. Balingen 5    -6  0
18. Pirmasens 5    -9  0
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